eX-iN Experience Involvement

Das beste Projekt unserer Zeit: Peer 2 Peer*

(*=„Gleichgestellter“/„Ebenbürtiger“)

Mein Erfahrungswissen, über meine eigenen Recovery-Wege, für andere nutzbar und zugänglich machen.

Was bedeutet eigentlich

Peer 2 Peer, Genesungsbegleiter (Experience Involvement) und Recovery.

 

Die Recovery-Bewegung war und ist der Ausgangspunkt für die Peer-Arbeit im psychiatrischen Feld. Grundlage ist die Idee, das Erfahrungswissen von Menschen, die eigene  Recovery-Wege (psychiatrische Erfahrungen) gegangen sind, für andere nutzbar zu machen. Eine Voraussetzung dafür ist eine Qualifizierung für diese Tätigkeit, u.a. durch die gemeinsame Reflexion von Erfahrungen wie auch durch den Erwerb methodischer und rechtlicher Grundkenntnisse in einer Weiterbildung.

 

Ich, als Genesungsbegleiter, kann in verschiedenen Rollen

meine Erfahrungsexpertise einbringen. Zum Beispiel als Mitarbeiter

in psychosozialen und psychiatrischen Diensten,

als Dozent, als Betroffenen Vertreter in Arbeitsgruppen,

in der Antistigma Arbeit, bis hin zur Organisationsentwicklung.

 

Peer-Arbeit zeigt auf, dass es gesundheitsförderlich ist,

sich mit der Erfahrung auseinanderzusetzen und ermutigt dazu.

Sie zeigt Wege auf, wie es gelingen kann, wieder Vertrauen in die eigene

Lebendigkeit, Bevollmächtigung und Selbstvertrauen zu gewinnen.

 

Als Genesungsbegleiter gewähre ich anderen Menschen einen Einblick

von bekannten und irritierenden Wahrnehmungswelten,

in psychischen Ausnahme- und Krisen-Situationen.

Ich liefere neue Erklärungsansätze für den Grund psychischer Krisen

und bin ausgewiesener Experten für praxistaugliche Bewältigungsstrategien.


Die Ausbildung

im Rahmen eines EU-Projektes ist von 2005 bis 2007 ein Weiterbildungscurriculum unter dem Namen "Experienced Involvement", kurz "Ex-In", zur Qualifizierung von Peers, auch Ex-In-ler oder GenesungsbegleiterInnen genannt, entwickelt worden. Dieses Curriculum bildete die Grundlage für jeden EX-IN Studiengang.

 

Im Mittelpunkt der EX-IN-Ausbildung steht die Entwicklung von Erfahrungswissen.

Hierzu ist es wichtig, dass jeder Einzelne seine Erfahrungen reflektiert und strukturiert,

so dass aus Erfahrung, Wissen wird.

Dies vollzieht sich auf den Ebenen Ich, Du & Wir.

 

Ich-Wissen bedeutet, dass die TeilnehmerInnen Bewusstsein darüber entwickeln, wie sie sich ihre seelische Erschütterung erklären, wie sie diese in ihre Lebensgeschichte einordnen, welchen Sinn sie darin erkennen und welche Bedingungen und Strategien dabei helfen, Anforderungen und Krisen zu bewältigen.

 

Auf der Du-Ebene wird das eigene Erfahrungswissen einem Gegenüber mitgeteilt. Dabei bekommt man reflektiert, ob man sich mit seiner Erfahrung mitteilen kann, was für das Gegenüber verstehbar ist und was nicht.

 

Wir-Wissen bedeutet zunächst, dass Menschen gemeinsame Erfahrungen entdecken. Aber es geht beim Wir-Wissen nicht nur um das gemeinsam Erfahrene, sondern auch um das gemeinsam Verstandene. Das bedeutet, auch Phänomene, die ich nicht selbst erlebt habe, kann ich durch einen intensiven Austausch verstehen lernen, durchdringen und erkennen. Und schließlich bedeutet

Wir-Wissen auch eine Verständigung darüber, was nicht verstanden wird.

Mit dieser kurzen Ausführung, hoffe ich, Ihnen das neue Berufsfeld des Genesungsbegleiters näher gebracht zu haben.


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Diese Seite richtet sich an

Suchterkrankungen von Drogen und Alkohol, Depressionen, Burnout sowie seelische Betroffenheit

und deren Angehörigen.

Außerdem an Institutionen, Schulen, Vereine und Unternehmen.